Markus Riemann, Pia Hegener, Anke Troschke und Udo Witthaus
Global Goals BI

Die Global Goals der UN an Bielefelder Kulturagenten-Schulen

Zum Jahr der Demokratie

Die Global Goals der UN an Bielefelder Kulturagenten-Schulen

Fachtag zur Implementierung der Nachhaltigkeitsziele

Von Carola Kortfunke

Ein Jahr lang beschäftigte sich die Schülerschaft der Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule, der Gesamtschule Quelle, der Gertrud-Bäumer-Realschule sowie der Kuhlo-Realschule mit nachhaltiger Entwicklung. Dabei entstanden Forschungs- und Kreativprojekte, die am 26. September auf einem Fachtag in der WissensWerkStadt präsentiert und um Workshops und Vorträgen ergänzt wurden.

Margret Rasfeld „Schule im Aufbruch“
Die Bildungsinnovatorin Margret Rasfeld stellt ihr Projekt „Schule im Aufbruch“ sowie Implementierungsmöglichkeiten der Global Goals in Schulen vor. (Foto: Klaus Hansen)

Die Schüler*innen haben sich ästhetisch und forschend mit den Aspekten der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. So fertigten Klassen der Murnau-Gesamtschule ebenso umfang- wie abwechslungsreiche Wassermotive an; die Getrud-Bäumer-Realschule steuerte T-Shirts zum Thema „Ungleichheit“ bei. Diese sollten auf die Diskrepanz zwischen dem hiesigen Konsumverhalten und den Lebensbedingungen in den Produktionshochburgen der Textilindustrie aufmerksam machen.

Neben den Präsentationen der Schulprojekte, sollten in der WissensWerkStadt vor allem Anregungen gegeben werden für den Umgang mit Global Goals und die intelligente Implementierung in Schulen und Kulturinstitutionen. Dazu waren Lehrer*innen, Künstler*innen und andere Vertreter*innen aus Kunst- oder Kinder- und Jugendorganisationen zu Gast.

Organisatorin Saskia Köhler ist von der Wirkung überzeugt

„Der Fachtag hat Impulse gesetzt für die aktuellen Themen der Global Goals im Kontext künstlerischer Auseinandersetzungsmöglichkeiten“, so Kulturagentin und Organisatorin der Tagung Saskia Köhler: „Es ist sehr wichtig zu zeigen, dass kulturelle Bildung auch mit politischen und gesellschaftlichen Themen verknüpft werden kann, um so die Selbstwirksamkeit und Partizipation aller Beteiligten zu fördern.“

Markus Riemann, Pia Hegener, Anke Troschke und Udo Witthaus
Markus Riemann, Pia Hegener, Anke Troschke und Udo Witthaus sprechen angeregt über die Potenziale kultureller Bildung. (Foto: Klaus Hansen)

In Interviews wurde unter anderem mit dem Bielefelder Beigeordneten des Dezernats für Schule, Bürger und Kultur, Udo Witthaus, Pia Hegener vom Ministerium für Bildung und Schule NRW sowie Anke Troschke von der Stiftung Mercator über das Thema „Nachhaltigkeit an Schulen“ diskutiert. In den zahlreich angebotenen Workshops konnten die Teilnehmenden dann von konkreten Anregungen und persönlichen Erfahrungsberichten profitieren.

Bildung als Basis zur erfolgreichen Umsetzung der Global Goals

Markus Riemann
Durch die Veranstaltung führt Markus Riemann, der in seiner Agentur Projekte kultureller Bildung entwickelt. (Foto: Klaus Hansen)

So wurden neben innovativen, digitalen Lernformen das Bildungsmodell der Peter Gläsel Schule, exemplarisch gelungene Projekte aus dem Bereich Theater, Performance- und Aktionskunst sowie die Initiative „Schule im Aufbruch“ vorgestellt. Auch praxisnahe Workshops, in denen beispielsweise gezeigt wurde, wie mit dem Handy kurze Stop-Motion-Filme erstellt werden können, standen zur Auswahl.

Die Global Goals wurden 2015 von der UN-Vollversammlung beschlossen. Sie umfassen 17 Nachhaltigkeitsziele, wie die Reduktion von Armut und Hunger, Gesundheitsverbesserung oder Gleichberechtigung. Auch Bildung spielt eine essentielle Rolle und gilt als entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung der Ziele.