Jugend Bildung

Jugendkulturrat?? – Kulturbanausen!

Zum Jahr der Demokratie

Jugendkulturrat?? – Kulturbanausen!

Im HOT Billabong übernehmen Jugendliche die Planung für ein Kulturevent

Von Sabine Haack

Künftige Superstars, aufgepasst! Noch in diesem Jahr soll ein Gesangs-/Musikwettbewerb stattfinden, der Bielefeld rockt. Und der – wer weiß – für die Sieger*innen vielleicht der erste Schritt zur Musikkarriere ist. Veranstalter sind die „Kulturbanausen“: Der Kreis aus bisher neun Jugendlichen arbeitet seit Mitte September an guten Ideen für ein Kulturevent, das die Kulturbanausen von A bis Z eigenverantwortlich planen und umsetzen.

  • „Billabong sucht den Superstar“ – erfolgreich erprobt für Kinder bis 12 Jahre. Nun sollen die Älteren ran / Foto: HOT Billabong

Seitdem treffen sich die Kulturbanausen jeden Dienstagabend im Jugendzentrum HOT Billabong, einer Freizeiteinrichtung der Evangelischen Offenen und mobilen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zunächst sahen sich die jungen Kulturinteressierten mit schwierigen Fragen konfrontiert: Was macht denn ein „Jugendkulturrat“? Und was genau ist unter einem „Kulturevent“ zu verstehen? Bei der Klärung half Konstanze Heidbreder, die den Kulturbanausen als Projektleiterin zur Seite steht. Als klar war, dass hier keine Jugend beraten werden soll, sondern im Gegenteil die Jugendlichen selbst als Impulsgeber wirken, konnte der beste Teil beginnen: Ohne jegliche Vorgabe gemeinsam ein Event ersinnen, wie sie es sich wünschen.

Es wird wohl ein Musikwettbewerb. Im HOT Billabong hat man damit schon Erfahrungen. Zweimal im Jahr heißt es, „Billabong sucht den Superstar“, bisher allerdings nur für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Wie wäre es also, so etwas im größeren Stil aufzuziehen, dann für ältere Jugendliche? Und natürlich mit verlockenden Preisen. Eine professionelle Aufnahme in einem Tonstudio für die Gewinner*innen, das wäre doch was.

Das Beste: Die Finanzierung steht!

Die Stadt Bielefeld hat 2.000 Euro als Budget für das Event zur Verfügung gestellt. Was nötig ist, damit die Sache ein Erfolg wird, das müssen die Jugendlichen selbst überlegen, durchrechnen und im Auge behalten. Projektleiterin Konstanze Heidbreder: „Wofür genau das Geld letztendlich eingesetzt werden wird, entscheiden die Kulturbanausen demokratisch. Ein Teil davon wird vermutlich für attraktive Gewinnpreise verwendet werden.“

Die Studentin der Erziehungswissenschaften an der Universität Bielefeld hat bereits Erfahrung mit Konzertveranstaltungen und steht den Kulturbanausen mit Tipps und gutem Rat zur Seite. Das ehrgeizige Ziel: Noch in diesem Jahr soll die Veranstaltung stattfinden. Was, wann, wo genau? Wir werden sehen. Vieles ist noch offen, und jeder Dienstagabend bringt die Planung einen Schritt weiter.